Grafik Auch: Variable Refresh Rate, Adaptive Sync

VRR

Variable Refresh Rate (VRR) passt die Bildwiederholrate des Monitors dynamisch an die FPS der Grafikkarte an und verhindert so Tearing und Stottern.

VRR (Variable Refresh Rate) ist eine Technologie, bei der der Monitor seine Bildwiederholrate dynamisch an die aktuelle Bildausgabe der Grafikkarte anpasst. Ohne VRR arbeitet ein Monitor mit einer festen Frequenz – etwa 144 Hz – und wenn die GPU mal nur 95 oder 120 Bilder pro Sekunde liefert, kommt es zu sichtbarem Tearing (Bildrissen) oder Stottern. VRR löst dieses Problem, indem der Monitor exakt dann ein neues Bild anzeigt, wenn die GPU eines fertig gerendert hat. Die bekanntesten VRR-Implementierungen sind FreeSync von AMD und G-Sync von NVIDIA. Seit HDMI 2.1 ist VRR auch als offener Standard in der HDMI-Spezifikation enthalten.

Worauf solltest du achten?

Für VRR brauchst du sowohl einen kompatiblen Monitor als auch eine unterstützende Grafikkarte. Nahezu alle aktuellen Gaming-Monitore unterstützen FreeSync, und seit 2019 funktionieren NVIDIA-GPUs ebenfalls mit den meisten FreeSync-Bildschirmen (als “G-Sync Compatible”). Achte auf den VRR-Bereich des Monitors: Ein Bereich von 48 bis 144 Hz ist gut, 30 bis 165 Hz noch besser. Je größer der Bereich, desto seltener treten Probleme bei niedrigen FPS auf. Monitore mit LFC (Low Framerate Compensation) verdoppeln bei Unterschreitung der unteren Grenze automatisch die Frames, was für gleichmäßige Darstellung sorgt. Für VRR über HDMI benötigst du Version 2.1, über DisplayPort funktioniert es bereits ab Version 1.2a.

Im Alltag

VRR gehört zu den Funktionen, die man nach dem Einschalten nicht mehr missen möchte. Das Spielerlebnis wird spürbar flüssiger, selbst wenn deine GPU nicht konstant die maximale Bildwiederholrate des Monitors erreicht. Schwankungen zwischen 80 und 120 FPS, die ohne VRR als Ruckler sichtbar wären, fallen mit VRR kaum auf. Im Gegensatz zu klassischem V-Sync fügt VRR keinen zusätzlichen Input-Lag hinzu, weshalb es auch für kompetitives Gaming geeignet ist. Aktiviere VRR in den Einstellungen deiner GPU-Software und im Monitormenü – bei vielen Geräten ist es nicht standardmäßig eingeschaltet.