NAND-Flash
NAND-Flash ist die Speichertechnologie in SSDs, die Daten elektronisch in Speicherzellen ablegt – es gibt verschiedene Typen wie TLC und QLC mit unterschiedlicher Haltbarkeit.
NAND-Flash ist die grundlegende Speichertechnologie, auf der alle modernen SSDs basieren. Im Gegensatz zu Festplatten speichert NAND Daten rein elektronisch in winzigen Speicherzellen, ohne bewegliche Teile. Das macht SSDs schneller, leiser und robuster. Die Zellen werden in mehreren Schichten übereinander gestapelt (3D-NAND), wodurch hohe Kapazitäten auf kleinem Raum möglich sind – aktuelle SSDs nutzen bereits über 200 Schichten. Je nachdem, wie viele Bits pro Zelle gespeichert werden, unterscheidet man verschiedene NAND-Typen: SLC (1 Bit, extrem langlebig), MLC (2 Bit), TLC (3 Bit, der aktuelle Standard) und QLC (4 Bit, besonders günstig). Mehr Bits pro Zelle bedeuten niedrigere Kosten, aber auch etwas geringere Haltbarkeit und Schreibgeschwindigkeit.
Worauf solltest du achten?
Für die meisten Nutzer ist TLC-NAND die beste Wahl, da es einen guten Kompromiss aus Preis, Geschwindigkeit und Haltbarkeit bietet. QLC-SSDs sind günstiger und eignen sich gut als Spielespeicher oder Datenlaufwerk, schwächeln aber bei anhaltenden Schreibvorgängen, wenn der SLC-Cache voll ist. Achte bei der SSD-Wahl auf die TBW-Angabe (Terabytes Written): Diese gibt an, wie viele Daten insgesamt geschrieben werden können. Für eine 1-TB-TLC-SSD sind 600 bis 1.200 TBW üblich – selbst für Vielsschreiber reicht das für weit über zehn Jahre. Ein DRAM-Cache auf der SSD verbessert die Leistung bei kleinen, zufälligen Zugriffen erheblich und wird für das Systemlaufwerk empfohlen. Kaufe SSDs von etablierten Herstellern wie Samsung, Western Digital oder Crucial.
Im Alltag
Im Alltag merkst du den Unterschied zwischen TLC und QLC hauptsächlich bei großen Kopiervorgängen. Beim normalen Arbeiten, Surfen und Spielen verhalten sich beide Typen nahezu identisch, da der integrierte SLC-Cache kurze Schreibvorgänge abpuffert. Die Haltbarkeit von NAND-Flash ist für Normalnutzer kein Thema: Selbst eine günstige QLC-SSD mit 200 TBW hält bei typischer Nutzung problemlos zehn Jahre und länger. Wer regelmäßig große Videodateien bearbeitet oder professionell mit Daten arbeitet, greift besser zu einer TLC-SSD mit NVMe-Anbindung. Für reine Datenspeicherung und Spiele ist eine QLC-SATA-SSD eine budgetfreundliche Alternative.
Verwandte Begriffe
SSD
Eine SSD (Solid State Drive) ist ein schneller Massenspeicher ohne bewegliche Teile – der moderne Standard für Betriebssystem und Programme.
NVMe
NVMe (Non-Volatile Memory Express) ist ein schnelles Speicherprotokoll für SSDs, das deutlich höhere Geschwindigkeiten als SATA ermöglicht.
SATA
SATA (Serial ATA) ist eine weit verbreitete Schnittstelle zum Anschluss von Festplatten und 2,5-Zoll-SSDs mit maximal 600 MB/s Übertragungsrate.
M.2
Kompakter Steckplatz für SSDs direkt auf dem Mainboard – der moderne Standard für schnelle Speicher.