GMX und Web.de: 2015 sicherer mit Ende zu Ende Verschlüsselung

Von Michael D.

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Der börsenorientierte Internet Provider „United Internet“ zudem auch GMX und Web.de gehören will den Email-Verkehr im Jahr 2015 endlich ein großes Stück sicherer machen.

Jan Oetjen, Geschäftsführer der Email Dienste GMX und Web.de sowie Vorstandsmitglied bei United Internet, kündigte für dieses Jahr mehr Sicherheit in Sachen Emails an.
In Zeiten von Edward Snowden und der NSA ist sich heute kaum einer seiner Daten im Netz noch sicher. Wie Oetjen der Nachrichtenagentur der Deutsche Medien kurz dpa mitteilte, soll die sogenannte „Ende-zu-Ende Verschlüsselung“ in diesem Jahr Einzug halten und Massenmarkt fähig werden.

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Bild: gmx.de

Was ist die Ende-zu-Ende Verschlüsselung? Und warum ist sie so sicher?

Nach dem herkömmlichen Verfahren wird bei der Codierung und Decodierung einer Nachricht immer der selbe Schlüssel verwendet. Der Empfänger kann seine Nachricht nur lesen, wenn er auch den Schlüssel hat. Nachteil an dem ganzen: Der Schlüssel muss auch ausgetauscht werden. Und wird hier mitgelesen bzw. abgehört, dann bringt auch die ganze Verschlüsselung nichts.

Bei der Ende-zu-Ende Verschlüsselung (PGP: pretty good privacy) hingegen besitzt jeder Gesprächspartner / Kommunikationspartner 2 Schlüssel. Einer ist Öffentlich. Diesen kann man beliebig oft verteilen und dient zur Verschlüsselung oder „Verschleierung“ der Nachricht, jedoch nicht zum lesen dieser ! Der zweite Schlüssel jedoch ist geheim und dieser hat nur der Empfänger der Nachricht. Nur mit diesem Schlüssel lässt sich wiederum der „verschleierte Text“entziffern.

Stellt euch das ganze wie ein Vorhängeschloss vor, was ihr euren Brieffreund oder Geschäftspartner in die Hand drückt. Er kann damit die Post für sie verschließen, aber niemand außer euch kann die Post öffnen, denn nur ihr habt den Schlüssel !

Ob United Internet, dieses Mammut Projekt 2015 gelingt bleibt abzuwarten. Denn durch die Technische Komplexität ist das ganze noch nicht allzu Massentauglich. Laut Oetjen   „wird es eine große Herausforderung sein, Dienste diesen Umfanges für jeden zugänglich zu machen.“

Quelle: Mobiflip Chip Datenschutzzentrum